Wie Kinder die Berge lieben lernen, ohne dass die Tour zur Qual wird.
Mit Kindern zu wandern ist eine Kunst der Geduld. Die schönste Aussicht zählt für sie weniger als ein Bach zum Stauen oder ein Tier am Wegrand. Wer die Tour aus Kinderaugen plant, gewinnt begeisterte Begleiter fürs Leben.
Kinder gehen nicht für den Gipfel, sondern für das Erlebnis unterwegs. Kurze Etappen mit vielen kleinen Zielen schlagen die ehrgeizige Gipfeltour um Längen.
Ein Ziel vor Augen wirkt Wunder. Eine Alphütte mit Glace, ein Bergsee zum Steinewerfen oder eine Murmeltierkolonie geben dem kleinen Wanderer einen Grund weiterzugehen.
Das Tempo der Familie ist das Tempo des langsamsten Kindes, und das ist gut so.
Lass Kinder die Route mitbestimmen und feiere jedes Etappenziel. Wer unterwegs Spass hat, bettelt am nächsten Wochenende selbst um die nächste Tour.
Wer mit dem Vierbeiner unterwegs ist, findet im Wandern mit Hund in den Bergen passende Hinweise. Familienwandern gelingt, wenn die Erwartungen klein und die Erlebnisse gross sind. Plane grosszügig Zeit ein, halte die Strecken kurz und setze auf Neugier statt Ehrgeiz, dann wird der Berg zum Lieblingsort der ganzen Familie.