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Wallis
◉ Kanton Wallis

Wallis

Matterhorn, Aletschgletscher und die höchsten Gipfel der Alpen. Das Wallis ist Hochgebirge in Reinform.

Touren24
Höchster PunktDufourspitze 4'634 m
Beste SaisonJuli-September
SchwierigkeitT2-T6

Das Wallis vereint mehr Viertausender als jede andere Region der Alpen. Rund um Zermatt und Saas-Fee dreht sich alles um die grossen Gipfel, doch auch die sonnigen Südhänge des Rhonetals halten gemütliche Höhenwege bereit.

Der Aletschgletscher, grösster Eisstrom der Alpen und UNESCO-Welterbe, ist von der Aletsch Arena aus zu Fuss erlebbar. Wer höher hinaus will, findet rund um das Matterhorn und in den Gletscherrevieren von Saas-Fee Touren für jeden Anspruch.

Weinberge und Genuss im Rhonetal

Im Talgrund prägen Rebterrassen die steilen, sonnenverwöhnten Hänge. Die Petite Arvine, die fast ausschliesslich hier wächst, ist die charakteristische Walliser Rebsorte. Ein gemütlicher Auftakt führt durch die Weinberge von Fully, dem kleinsten registrierten Weinberg der Schweiz. Von Martigny mit dem Naturreservat Follatères über Saillon mit seinem historischen Wehrturm bis Chermignon, wo die uralten Suonen (Bewässerungskanäle) die Weinpfade säumen, lässt sich der Genuss mit dem Wandern verbinden. Unterwegs locken Walliser Spezialitäten wie Brisolée, Raclette aus Rohmilchkäse, Cholera und getrocknetes Wild.

Gletscherwelten rund um Saas-Fee

Über die Seilbahnstation Felskinn erschliesst sich die hochalpine Gletscherwelt oberhalb von Saas-Fee. Der klassische Gletschertrail (T4, rund 10 km, etwa 3,5 Stunden) führt über Firn- und Eisreste zum Egginerjoch, weiter zur Britanniahütte und über die Ränder von Hohlaub- und Allalingletscher hinab zum Mattmark-Stausee, der vom grössten Erddamm Europas gehalten wird. Auf über 3’000 m sind Trittsicherheit und die richtige Ausrüstung Pflicht. Wer zum ersten Mal aufs Eis will, sollte vorab die Grundlagen der Gletschertour verinnerlichen und die Bergausrüstung sorgfältig zusammenstellen.

Höhenwege ins Goms

Im sonnigen Goms beginnt der Furka-Höhenweg, der auf rund 17 km in zwei Etappen zwischen Oberwald und Andermatt verläuft. Auf der Passhöhe um 2’429 m öffnet sich der Blick auf den Rhonegletscher sowie auf Lauteraarhorn und Finsteraarhorn, während historische Säumerpfade und Alpwirtschaften den Weg begleiten. Wer es ruhiger mag, findet im benachbarten Andermatt-Gebiet den aussichtsreichen Urschner Höhenweg über dem Urserental mit Wildblumenwiesen, Murmeltieren und Abstechern zu kleinen Bergseen.

Sanfte Touren und Bergseen

Nicht alles im Wallis ist Hochalpin. Der Naturpark Pfyn-Finges bietet moderate Touren durch Arven- und Föhrenwälder, vorbei an kleinen Bergseen und mit Blick auf die Viertausender, ideal auch für Familien. Aussichtsreiche Grate mit historischem Bezug zum Bergbau und die kristallklaren Walliser Bergseen, eingerahmt von schroffen Felsen und schneebedeckten Gipfeln, runden das Angebot ab.

Beste Zeit und Vorbereitung

Die Wandersaison reicht von Juni bis Oktober. Der Frühsommer zeigt die Natur in voller Blüte, der Hochsommer bietet die besten Bedingungen für anspruchsvolle Höhentouren, und der Herbst überzeugt mit goldenen Farben und stabilen Wetterlagen. Für die hochalpinen Routen gehören feste Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, Sonnenschutz, ausreichend Wasser sowie Karte oder GPS ins Gepäck. In der Hochsaison empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung von Hotel oder Berghütte.

Touren-Highlights