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Panoramawanderungen mit den schönsten Aussichten

Höhenwege, auf denen die Aussicht jeden Schritt belohnt.

Lesezeit8 Min
AutorThomas Weber
Aktualisiert02.04.2026

Es gibt Wanderungen, bei denen das Ziel zählt, und es gibt Panoramawanderungen, bei denen jeder Meter des Weges selbst das Ziel ist. Höhenwege verlaufen über weite Strecken auf gleicher Höhe entlang eines Hangs, sodass der Blick fast durchgehend frei über das Tal und die gegenüberliegenden Gipfel schweift.

Was eine gute Panoramatour ausmacht

Ein echter Panoramaweg gewinnt seine Höhe meist am Anfang oder per Bergbahn und hält sie dann. So bleibt die Aussicht konstant, ohne dass dich ständige Gegenanstiege aus dem Rhythmus bringen. Der Weg von der Grindelwald-First zum Bachalpsee ist ein Musterbeispiel: Die Bahn bringt dich auf über 2’100 m, der Rest ist sanftes Wandern mit dauerndem Blick auf die Eiger-Nordwand.

Besonders empfehlenswerte Höhenwege sind:

Worauf du unterwegs achten solltest

Panoramawege verlaufen oft an exponierten Hängen. Trittsicherheit ist wichtiger als Kondition, denn die Wege sind selten steil, aber manchmal schmal. Bei Nebel verlieren diese Touren ihren ganzen Sinn, deshalb lohnt ein Blick auf die Bergwetterprognose am Vorabend.

Eine Panoramatour bei schlechter Sicht ist verschenkte Mühe. Verschiebe lieber einen Tag, als die Aussicht im Nebel zu suchen.

Nimm dir bewusst Zeit für Pausen an den Aussichtsbänken, die an vielen Höhenwegen stehen. Der Reiz dieser Touren liegt nicht im schnellen Vorankommen, sondern im langen Verweilen vor einem Bergpanorama, das sich mit jedem Schritt nur unmerklich verschiebt.

Rund ums Matterhorn

Kaum ein Berg zieht Wanderer so an wie das Matterhorn. Eine der beliebtesten Routen führt von Zermatt zur Hörnlihütte auf 3’260 m, von wo aus 1865 die Erstbesteiger aufbrachen. Die Strecke ist rund 4,3 km lang, überwindet etwa 711 Höhenmeter und braucht gut zwei Stunden. Wer den Höhenweg vom Rotenboden Richtung Blauherd geht, hat das Matterhorn fast durchgehend im Blick. Wer das Wandern hinter sich lassen und höher hinaus will, findet im Matterhorn-Aufstieg die alpine Steigerung.

Die 5-Seen-Wanderung im Pizolgebiet

Diese Tour zählt zu den schönsten Panoramawanderungen der Schweiz. Sie startet bei der Pizolhütte, ist rund 10,6 km lang und dauert etwa 4:30 Stunden, eingestuft als mittelschwer. Festes Schuhwerk ist Pflicht, denn der Weg ist teils steil und steinig. Belohnt wird man mit Blicken auf die Glarner und Bündner Bergwelt, das Rheintal bis zum Bodensee und auf das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona. Der Wildsee gilt als einer der schönsten Fotopunkte. Beste Zeit ist Juli bis Oktober, und ein früher Start hilft, den Menschenmassen zu entgehen.

Vom Tessin bis nach Graubünden

Im Tessin liegt bei jeder Wanderung ein Hauch italienisches Flair in der Luft. Das wildromantische Maggiatal mit seinen endlosen Wäldern, das Centovalli und das Verzascatal eignen sich für mehrtägige Touren von Hütte zu Hütte. Graubünden wiederum lockt mit unberührter Natur, urtümlichen Tälern und klaren Bergseen, mit etwas Glück begegnen dir Steinböcke, Murmeltiere oder Adler. In der Westschweiz schliesslich schlängeln sich Wege entlang des Genfersees, mit dem Panorama des Mont Blanc auf französischer Seite und Weingütern, die zur Verkostung einladen. Wer das Höhenweg-Erlebnis verlängern möchte, wird auf dem Tessiner Höhenweg fündig.