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Vom Alpstein bis ins Toggenburg: schroffe Kalkketten, stille Bergseen und der Säntis als weithin sichtbares Wahrzeichen der Ostschweiz.
Der Kanton St. Gallen reicht vom Bodensee bis tief in die Alpen und findet sein wanderisches Herz im Alpstein. Diese kompakte Kalkkette zwischen Appenzell und Toggenburg überrascht mit dramatischen Graten, türkisblauen Bergseen und einer Dichte an Berggasthäusern, die im Alpenraum ihresgleichen sucht.
Der Säntis ist mit seinem markanten Profil von weit her sichtbar und lässt sich über mehrere Routen erwandern. Wer es ruhiger mag, findet im Toggenburg sanfte Höhenwege und den stillen Seealpsee, dessen Spiegelbild der Felswände zu den schönsten Motiven der Ostschweiz gehört.
St. Gallen und Wattwil sind gut ans Bahnnetz angebunden, Postautos und die Säntis-Schwebebahn ab Schwägalp erschliessen die Höhenlagen. Die Saison reicht von Juni bis Oktober. Der Lisengrat zum Säntis ist gut gesichert, verlangt aber Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk. Wer die Querung des Alpsteins plant, sollte vorab die Bergausrüstungs-Checkliste durchgehen.
Der Säntis ist mit 2’502 m der prägende Gipfel der Ostschweiz und über mehrere Routen erreichbar. Die anspruchsvollste führt über den ausgesetzten Lisengrat und den Rotsteinpass hinab nach Brülisau. Diese Etappe verlangt Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung. Detaillierte Hinweise zu gesicherten Passagen finden sich in unserem Klettersteig-Ratgeber für Einsteiger.
Der höchste Gipfel auf St. Galler Gebiet ist der Ringelspitz an der Grenze zu Graubünden. Die anspruchsvolle Gipfeltour startet bei Tamins, misst rund 12 km mit 1’200 Höhenmetern und dauert etwa 6 Stunden. Sie ist Bergsteigern mit guter Kondition, Trittsicherheit und alpiner Erfahrung vorbehalten.
Sanfter unterwegs ist man auf dem St. Galler Panoramaweg (rund 12 km, etwa 3,5 Stunden, 500 hm Aufstieg), der seit 1983 Blicke auf das UNESCO-Welterbe rund um den Säntis freigibt. Familien schätzen die Runde zum Wildpark Peter und Paul ab St. Gallen (knapp 10 km, gut 2,5 Stunden), wo sich Steinböcke, Gämsen, Luchse und Hirsche beobachten lassen.
Eine reizvolle Halbtagestour führt über die Brücken und Tobel rund um St. Gallen (rund 16 km, 5,5 Stunden, 700 hm). Auf dem Weg liegen 18 Viadukte und die markante Ganggelibrugg mit 355 m Spannweite. Weiter ins Gebirge reichen die Wandergebiete im Toggenburg, im Sarganserland, in der Taminaschlucht sowie entlang des Bodensees bei Rorschach und im Rheintal. Für entspannte Familienrunden lohnt ein Blick in unsere Tipps zum Familienwandern.
Wer das Toggenburg mit den angrenzenden Hügeln des Appenzellerlands verbinden will, findet hier eine der dichtesten Berggasthaus-Landschaften der Alpen. Die beste Wanderzeit reicht vom Frühling bis in den Herbst, wenn die Wege schneefrei und die Gasthäuser geöffnet sind.